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Das Museum "Museu Senzala Negro Liberto" befindet sich linker Hand am Ortseingang des kleinen Städtchens Redenção, wenn man die Landstraße CE 060 von Fortaleza in Richtung Baturité bzw. Quixadá fährt.

Wer etwas Zeit hat, sollte diese Möglichkeit unbedingt nutzen, um ein wenig in die Vergangenheit zu reisen. Die Fazenda produziert seit 1873 den landestypischen Cachaça - heute in der fünften Generation.

1873 war die Zeit der Sklaverei in Brasilien. Die billige Arbeitskraft der Sklaven wurde zu Beginn auch hier auf dieser Fazenda genutzt für nötigen Arbeiten in der Landwirtschaft und der Schnapsbrennerei. Auf Grund der klimatischen Bedingungen im Norden Brasiliens entstand mit dem Einzug der technischen Revolution in Brasilien eine ganz besondere Situation: Obwohl die Arbeitskraft der Sklaven theoretisch so gut wie nichts kostete, war die Produktion mit Hilfe von Maschinen letztendlich billiger und sicherer, vor allem in Hinblick auf die Unterhaltung. Die Produktion von Cachaça aus dem Saft des Zuckerrohres (Cana) geschieht lediglich in den Monaten August bis Dezember. In der restlichen Zeit ruht die Produktion und es gibt nicht allzu viel zu tun. In dieser Zeit brauchten jedoch die Sklaven Essen und Trinken was besonders in den Dürreperioden jedes Jahr von neuem ein ernsthaftes Problem war. Mit dem Siegeszug der Dampfmaschine verlor die Arbeitskraft der Sklaven auf dieser Fazenda ihre wirtschafliche Bedeutung. Aus diesem Grunde "entlies" man schlichtweg die Sklaven - in die Freiheit. Dieses denkwürdige Datum war der 01.01.1883 mehr als 5 Jahre früher als die offizielle Abschaffung der Sklaverei per Gesetz am 13.05.1888 durch Prinzessin Isabel.

Das Museum ist klein, etwa eine halbe Stunde sollte man für den Rundgang einplanen. Die Art und Weise, wie die Dinge gezeigt werden, ist unmittelbar und gibt eine "gute" Vorstellung, wie das Leben der Sklaven damals wohl gewesen sei. Der Rundgang ist geführt - allerdings nur in portugiesisch. Dies tut dem "Feeling" jedoch keinen Abbruch, denn der größte Teil der Informationen des Museums ist visuell und somit jedem zugaenglich.
Zum Abschluss der Führung gelangt man zum "Mercado da Sinhã" einen Bereich, wo man den Cachaça "Douradinha" probieren und zu einem sehr günstigen Preis kaufen kann. Für das leibliche Wohl gibt es außerdem Erfrischungsgetränge und Snacks. Für die Besucher, die ein Souvenir kaufen wollen, bietet das Museum T-Shirts, Postkarten, DVDs und Video-CDs.

Neben dem Museum funktioniert die Fazenda auch heute noch als solche und produziert nach wie vor den Cachaça der Marke "Douradinha". Nach wie vor - im wahrsten Sinne des Wortes, denn was man in Europa eventuell noch manchmal in einem Museum sieht, ist hier ganz normaler Alltag: Zum Antrieb der großen Walzen zum Auspressen des Saftes aus dem Zuckerrohr wird eine Dampfmaschine des Baujahres 1927 genutzt. Dieser Antrieb hat den entscheidenden Vorteil, das der anfallende "Biomüll" des ausgepressten Zuckerrohres direkt als Energieträger genutzt werden kann. Wer also in der Zeit August - Dezember in der Region ist, und sich für diese Technik interessiert, hat hier von Montag bis Samstag eine außergewöhnliche Möglichkeit.






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